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Zentrums-Finder für
Rundhölzer
Norbert Buschmann
07. September 2000
buschma(at)uni-muenster.de
Zum Auffinden des Mittelpunktes von Rundhölzern dient dieses einfache Hilfsmittel:
Zwei kleine Holz- oder MDF-Reste (etwa 100×100×18 mm, die exakten Maße sind unkritisch) werden zusammengeleimt und -geschraubt, so daß sie einen rechten Winkel bilden.
Aus einer einen dünne Platte eines möglichst steifen Materials (2 mm starkes Flugzeugsperrholz eignet sich gut) wird ein Rechteck ausgeschnitten, das genau auf den Winkel passt. In diese Platte wird im Winkel von 45° ein Schlitz gefräst oder gesägt, der allerdings nicht bis zu den Ecken durchgeht. Zum Fräsen eignet sich gut eine Oberfräse mit einem 60° V-Nut-Fräser; die Frästiefe sollte dabei so gewählt werden, daß die Schlitzbreite an der Unterseite der Platte etwa 0,3 bis 0,5 mm beträgt - entsprechend der Stärke eines gut gespitzten Bleistiftes. Wer keine Oberfräse zur Verfügung hat, kann den Schlitz auch einsägen; das Sägeblatt sollte möglichst dünn sein.
Die Platte wird so auf die Stirnseiten der Brettchen aufgeleimt, daß der Schlitz exakt im 45°-Winkel verläuft. Ein Geometrie-Dreieck, das man mit seinem 90°-Winkel in das "L" legt, leistet bei der Ausrichtung gute Dienste: wenn die Lage des Schlitzes mit der 45°-Linie auf dem Dreieck übereinstimmen, hat die Platte die richtige Position.
Zur Anwendung des Zentrums-Finders legt man das Rundholz in
den Winkel und zeichnet durch den Schlitz einen Strich auf der Stirnfläche.
Dieser Strich verläuft durch das Zentrum des Holzes. Dann wird das Rundholz
gedreht und ein zweiter Strich (auf die selbe Stirnfläche) gezeichnet.
Der Schnittpunkt beider Linien markiert das Zentrum des Rundholzes.
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